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Kontrollierte Ausbreitung von Spinwellen

Elektronen besitzen neben ihrer Ladung einen Drehimpuls um die eigene Achse, den sogenannten Spin. Dadurch verhalten sie sich wie winzige Magnete. Forschende des HZDR konnten ein Verfahren entwickeln, um Wellen dieser Spins gezielt auf der Nanoebene zu lenken. Mithilfe von Ionenstrahlen kreierten sie dafür in einer Nanostruktur aus einer Nickel-Eisen-Legierung einen Bereich, der sich in der Mitte zwischen zwei unterschiedlich ausgerichteten Magnetisierungen befindet. In diesem Bereich blieb die Spinwelle gefangen. Das könnte die Grundlage für Nano-Schaltkreise sein, die auf Spinwellen statt elektronischen Ladungsträgern basieren.