Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in weißen Laborkitteln umgeben von technischen Anlagen

Dr. Vasyl Ryukhtin, NPI Rez

AlaAF

Im Projekt AlaAF werden Aluminiumlegierungen und additive Fertigungsprozesse für besonders leichte, hochfeste und korrosionsbeständige Bauteile optimiert. Mithilfe von Neutronenuntersuchungen am Heinz Maier-Leibnitz Zentrum (MLZ) an der Forschungsneutronenquelle FRM II und an anderen Forschungsneutronenquellen sollen Materialien und Herstellungsparameter gezielt verbessert werden, um Anwendungen in der Luft- und Raumfahrt voranzubringen.

  • Beteiligte Institutionen:
    Technische Universität München
    Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
    Concept Laser GmbH

  • Ziel:
    Fertigungsprozess leichter und gleichzeitig hochfester und korrosionsbeständiger Bauteile optimieren

  • Anwendungsbeispiel:
    Optimierte Aluminiumlegierungen für den Einsatz in Luft- und Raumfahrt

  • ErUM-Themengebiet:
    Materie

  • Bezug zu Forschungsinfrastruktur:
    FRM II (Neutronenquelle)

Startpunkt: Grundlagenforschung

Mit ErUM-Pro fördert das BMFTR die Entwicklung von einzigartiger Messinfrastruktur am Heinz Maier-Leibnitz Zentrum (MLZ) an der Neutronenquelle FRM II in München. Insbesondere die Möglichkeit, Zugversuche bei hohen Temperaturen durchzuführen (Projekt HiMat beziehungsweise H2Mat), und die hochpräzise Probenpositionierung (Projekt RaptOr) sind Voraussetzungen für dieses Projekt.

Transferziel und Anwendung

Die Luft- und Raumfahrtindustrie benötigt möglichst leichte, aber gleichzeitig hochfeste und korrosionsbeständige Bauteile. Durch additive Fertigung lassen sich diese Bauteile besonders ökonomisch herstellen. Als Material kommen hierfür insbesondere spezielle Aluminiumlegierungen in Frage. Die additive Fertigung dieser Aluminiumlegierungen ist jedoch hochkomplex und noch nicht im industriellen Maßstab etabliert. Ziel des Projekts AlaAF ist es, sowohl die Aluminiumlegierungen als auch den Produktionsprozess mit additiver Fertigung zu optimieren.

Was ist geplant?

Die von dem Unternehmen gedruckten Bauteile werden mit Neutronen- und Röntgenstrahlung untersucht. Im Vergleich zu anderen Messmethoden bieten Neutronen aufgrund ihrer größeren Eindringtiefe in Materialien besondere Einblicke in kritische Stellen des Bauteils. So werden die Einflüsse der Aluminiumlegierungen und der jeweiligen Herstellungsparameter auf die Eigenschaften des fertigen Bauteils identifiziert. Insbesondere werden Zugversuche bei hohen Temperaturen durchgeführt, um die hohen Anforderungen in der Luft- und Raumfahrt zu simulieren. Dadurch können die Aluminium-Legierungen und der Fertigungsprozess optimiert werden.

zuletzt aktualisiert: April 2026

Quelle: https://fis-landschaft.de/transfer/pilotprojekte/alaaf/